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Bahnhofstraße 2
02692 Großpostwitz
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und wenn wir schon die „Post“ im Namen unserer Gemeinde tragen, so schmerzte es umso mehr, im Dezember die Postfiliale in der Bautzener Straße 1 zu verlieren. Ich berichtete Ihnen über unsere umfangreichen Bemühungen, in vorhandenen Läden oder bei Dienstleistern im Ort einen Filialbetrieb zu etablieren und darüber, dass dies nicht gelang. Schlussendlich schrieb ich den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post AG an, um auf die gesetzliche Verpflichtung zur Vorhaltung stationärer Einrichtungen für Postdienstleistungen in Orten unserer Größe hinzuweisen. Ob dies den Ausschlag gab oder das unsererseits gleichzeitig ausgesprochene Angebot, in unserem Verwaltungszentrum entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, wissen wir nicht. Doch nach einer Erstkontaktaufnahme durch eine Beauftragte der Deutsche Post DHL Group Anfang Februar gab es kurzfristig eine Besichtigung der Räumlichkeiten und zwischenzeitlich wurden alle Vorbereitungen getroffen, um (vorbehaltlich der nunmehr laufenden Personalsuche) möglichst im April im Verwaltungszentrum Großpostwitz-Obergurig den Betrieb aufzunehmen. Auch wenn ich grundsätzlich vorsichtig bin, noch nicht abgeschlossene Vorhaben anzukündigen, halte ich die Entwicklung für sehr begrüßenswert und will sie Ihnen deshalb nicht vorenthalten.
Vielleicht ist dies die geeignete Stelle, um auf die Herkunft des Namens unserer Gemeinde einzugehen. Verschiedene Quellen weisen darauf hin, dass im Jahre 1331 in einer Schenkungsurkunde der „dominus Jacobus plebanus in Bustewicz“ (was etwa „Herr Jacob, Pfarrer in Postwitz“ heißt) als Zeuge erwähnt wird. Wörtlich ausgesprochen kommt das hier erstmals urkundlich erwähnte „Bustewicz“ dem dann geläufigen „Postwitz“ schon recht nahe. Nach rund fünfhundert Jahren (im Jahre 1807) soll schließlich „Großpostwitz“ daraus geworden sein. Lassen wir uns nun überraschen, wie die Geschichte mit der Post (bzw. deren Filiale) weitergeht.
Nicht ganz so lang wie die Geschichte unserer Gemeinde, aber innerhalb dieser von beachtlicher (Verkehrs-)Bedeutung ist die Spreebrücke auf der Bahnhofstraße. Im April letzten Jahres begannen wir ihre dringend erforderliche Sanierung. Regelmäßig berichtete ich Ihnen über die Baufortschritte, insbesondere darüber, dass die Fahrbahn im Dezember fertiggestellt wurde. Seither ruhen die Bauarbeiten (vor allem witterungsbedingt) noch immer und das Brückengeländer befindet sich in der Fertigung. Da hierzu noch Detailabstimmungen erforderlich wurden, verzögert sich dessen Fertigstellung nun und daraus folgend auch die Montage. Die bisher für März ins Auge gefasste Eröffnung des Verkehrs über die Brücke müsste entsprechend ebenfalls verschoben werden. Unser Ziel bleibt auch unter angepassten Bedingungen die frühestmögliche Brückenöffnung.
Wahrscheinlich ist es nur einer der vielen Schritte, die es braucht, um der Gastronomie in Großpostwitz wieder Perspektiven zu eröffnen. Ich erachte es jedenfalls als einen der wesentlichen Schritte, dass wir am 27.01.2026 den Vertrag über den Verkauf des Gasthauses auf der Hauptstraße 4 in Großpostwitz notariell beurkunden konnten. Die künftigen Eigentümer und Betreiber haben sich viel vorgenommen, jedoch werden sie (wegen vieler erforderlicher Umbauten und Ertüchtigungen) wohl eher Richtung Herbst den Geschäftsbetrieb aufnehmen können. Doch der Anfang ist nun gemacht, und wir freuen uns bereits auf die Neueröffnung.
Im Winter 2021 auf 2022 ließen wir die kranken Pappeln am Gewerbepark in Ebendörfel fällen und pflanzten mit seinerzeit verfügbaren Fördermitteln eine neue Baumreihe. Da für eine weitere Ersatzpflanzung keine Mittel zur Verfügung standen, ließen wir einen Großteil der Wurzeln vor Ort im Boden, um sie zunächst zum Auffüllen der Leerräume austreiben zu lassen. Nunmehr hilft es uns, wenn für Bauvorhaben an anderer Stelle Ersatzpflanzverpflichtungen mit standorttypischen Gehölzen zu erfüllen sind. Durch die Zurverfügungstellung der Fläche bei uns werden wir ab März 2026 (zumindest ist dies der vorgesehene Pflanzzeitraum) eine deutliche Aufstockung am Gewerbepark erreichen können. Vorab mussten allerdings die nunmehr störenden Wurzelstöcke entfernt werden. Dem einen oder anderen, dem diese Arbeiten ab Mitte Februar ins Auge fielen, sei hiermit der Zusammenhang erklärt.
Lassen Sie uns gedanklich auf Höhe des Gewerbeparks verweilen. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, kurz LASuV, beabsichtigt, die Asphaltschichten der B 96 in Ebendörfel am Knotenpunkt zum Gewerbegebiet und zur Tankstelle im Jahr 2026 zu erneuern. Der voraussichtliche Umfang der Arbeiten umfasst die Erneuerung der Asphaltdeck- und Asphaltbinderschichten. Die vorhandenen Entwässerungsanlagen sowie die Bordanlagen sollen im Bestand verbleiben bzw. nur bei Abgängigkeit erneuert werden. Der zu erneuernde Bereich der Fahrbahn der B 96 erstreckt sich auf eine Länge von ca. 250 m über teilweise drei Fahrspuren im Knotenpunkt. Ein genauer Zeitpunkt der Maßnahme konnte noch nicht benannt werden. Der Bauzeitraum der Gesamtmaßnahme liegt bei ca. 10 Wochen. Ein frühester Baubeginn liegt bei Anfang August.
Etwas klarer scheint ein anderes Straßenbauvorhaben hinsichtlich seiner zeitlichen Lage. Das Straßen- und Tiefbauamt im Landratsamt Bautzen möchte - beginnend mit den Sommerferien 2026 - die Asphaltdeckschicht der Kreisstraße K 7239 zwischen Schönberg und Pielitz erneuern. Die Maßnahme wird unter Vollsperrung erfolgen. Für Großpostwitz bedeutet dies, dass der kurze Weg Richtung Hochkirch nach Großkunitz in einer Sackgasse endet. Wir erwarten deshalb Verkehrseinschränkungen auf letztgenannter Strecke und eine höhere Frequentierung der Schönberger Passstraße.
Nach dieser Vorausschau sei ein kleiner Rückblick gestattet. Natürlich wurde in Großpostwitz wieder ausgelassen Fasching gefeiert. Schon in meinem Februaramtsblatttext dankte ich für die liebevolle Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen des Männergesangverein Großpostwitz e.V. sowie dem Bürgerverein Großpostwitz e.V. für die Kinderfaschingsveranstaltung. Beide Vereine richteten wieder tolle Veranstaltungen aus und erfreulicherweise wurden diese durch ein großes Publikum dankbar angenommen. Auch in unseren Kirchgemeinden wurde - in Großpostwitz insbesondere mit den Kindern - die fünfte Jahreszeit begangen. Selbstverständlich gab es auch in unseren Nachbarorten (in den klassischen Hochburgen) wieder zahlreiche, liebevoll vorbereitete Traditionsevents, die immer gern von Großpostwitzerinnen und Großpostwitzern besucht werden.
Auch dies ist schon eine kleine Tradition, auf die wir uns jährlich freuen: Wir erhielten am Faschingsdienstag (17.02.2026) lieben Besuch im Verwaltungszentrum Großpostwitz-Obergurig. Unser Schulhort und die Vorschulgruppen des Kinderhauses Hummelburg hatte sich zum Zampern aufgemacht und eine bestgelaunte, laute Kinderschar erfreute uns mit tollen Kostümen und eigenem Programm. Die Verwaltung und unsere Amtsbesucher empfingen die kleinen Narren mit Begeisterung. Der Bürgermeister wurde intensiv in das Programm einbezogen. Auf den Heimweg gabs für jedes der Kinder eine Wegzehrung nach eigener Wahl.
Seit über einem Jahr gibt es im Objekt des ehemaligen Jugendclubs in Großpostwitz das Projekt „Schatzkiste“. Dort wird Kinderkleidung zum kostenlosen Tauschen entgegengenommen und einmal im Monat gibt es ein Tauschevent, das es allen ermöglicht, die abgegebenen Kleidungsstücke einer neuen Nutzung zuzuführen. Der Gedanke wird erfreulich gut angenommen und ein gut eingespieltes, höchst engagiertes Team begleitet diese Events nicht nur, sondern macht sie über die verschiedensten Medien publik. Allen, die Kleidungsstücke, Spielzeug etc. mitnehmen können, hilft dies und alle, die diese abgeben, haben ein gutes Gefühl. Die „Schatzkiste“ passt sehr gut zu Großpostwitz und sie wirkt weit darüber hinaus. Der nächste “Umsonstmarkt“ ist am 07.03.2026.
Der Winter geht zu Ende und unter dem Motto „Gib dem Müll einen Korb!“ rief die Naturzentrale gemeinsam mit der Naturschutzstation Neschwitz e.V. und dem Naturschutzzentrum “Oberlausitzer Bergland” e.V. zu den landkreisweiten Müllsammelaktionen auf. Zum zweiten Mal beteiligt die Gemeinde Großpostwitz sich daran am Sonnabend, dem 21.03.2026. Im letzten Jahr hatten wir eine Menge Spaß, unsere Gemeinde vom Müll zu befreien. Ein ganzer Container wurde gefüllt. Zum Abschluss stärkten sich alle fleißigen Helfer mit Bratwurst und Getränken und meinten mehrheitlich: „Das sollten wir 2026 unbedingt wiederholen.“ Vielleicht sind Sie dabei?
Kälte und Schnee begleiteten uns in diesem Winter deutlich länger als in den letzten Jahren. Die Winterferien hatten deshalb diesmal ihren Namen wirklich verdient. Nun aber freuen wir uns auf den Frühling und auch Ostern rückt bereits in den Blick.
Eine gute Zeit bis dahin wünscht Ihnen
Ihr Bürgermeister Markus Michauk