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Bahnhofstraße 2
02692 Großpostwitz
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diese verblüffend eingängige Lebensweisheit wird dem griechischen Universalgelehrten Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) zugeschrieben. In vielen meiner Amtsblattartikel setzte ich mich mit den sich über die Zeit ändernden, aber durch uns wenig beeinflussbaren Rahmenbedingungen für unser Leben auseinander. Gleichzeitig rief ich immer dazu auf, Mut zu schöpfen, gemeinsam Kraft aufzubringen und hier - in unseren Familien, in unserer Gemeinde - das Beste daraus zu machen.
Auch im Jahre 2026 soll dies in Großpostwitz unser Leitspruch sein.
Ob Ihre persönlichen Segel bereits richtig gesetzt sind oder Sie sie anlässlich des Jahresanfanges nachjustieren wollen: Mögen Sie den für Sie richtigen Kurs einschlagen können! Namens des Gemeinderates, der Gemeindeverwaltung und ganz besonders in meinem eigenen Namen wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute und Glück im neuen Jahr. Frieden und Gesundheit seien Ihnen und Ihren Familien vor allem beschieden!
Momente des Glücks werden uns häufig zuteil, wenn wir zusammenkommen und etwas gemeinsam schaffen oder feiern. Im Advent hatten wir dazu einige Gelegenheiten. Gern will ich an das wiederum sehr schöne Glühweinfest am 1. Advent erinnern und allen danken, die es ermöglichten (Standbetreiber, Organisatoren, Geschenkepacker, Technikvorbereiter, Auf- und Abbauer, Sänger, Weihnachtsmann samt Truckvorbereitern und -fahrer, Sponsoren, GÄSTEN …). Ihm folgten der Weihnachtsmarkt in unserem Kinderhaus Hummelburg am 03.12.2025 sowie die gemeinsame Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinden Großpostwitz und Obergurig, zu der ich zusammen mit meinem Bürgermeisterkollegen Thomas Polpitz für den 05.12.2025 in die Sport- und Mehrzweckhalle Obergurig eingeladen hatte.
Eine Wiederauflage und in der Kombination ein Novum war das Weihnachtskonzert des Männergesangvereins Großpostwitz e.V. gemeinsam mit den ehemaligen Mitgliedern der Akkordeon Harmonists Oberlausitz am 2. Adventssonntag im Erbgericht Eulowitz. Der Saal war voll und die tolle Stimmung schlug sofort zum Publikum über. Auch die Krippenspiele in beiden Kirchen unserer Gemeinde oder die großen Konzerte in unserer evangelischen Kirche gehören jährlich in diesen Reigen. Es wird mir nicht gelingen, alle weiteren Veranstaltungen aufzuzählen. In allen Fällen stellten die Veranstalter, Organisatoren und ihre fleißigen Helfer etwas für andere auf die Beine und können stolz auf ihr Werk sein, denn sie bereiteten vielen Gästen große Freude. Ihnen allen gilt unser Dank.
Es gab zum Jahresende aber leider auch Nachrichten, die unerwartet anzeigten, dass unsere Gemeinde in Kürze ärmer um Vertrautes und Wichtiges wird.
Mit Posteingang vom 07.11.2025 wurde uns durch die Deutsche Post mitgeteilt, dass die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Filialpartner auf der Bautzener Straße 1 zum Ende des Jahres endet und die Suche nach einem neuen Standort bereits laufe. Umgehend setzte ich mich mit dem Regionalbeauftragten in Verbindung, der den Kontakt zur Vertriebsmanagerin des zuständigen Vertriebsleitung Leipzig herstellte. Im persönlichen Gespräch gingen wir die in Frage kommenden Geschäfte durch, die sämtlich (z.T. bereits vorher, z.T. im Nachgang) von ihr als auch von mir angesprochen wurden. Leider gab es durchweg keine positive Resonanz – niemand will/kann dieses Nebengeschäft betreiben. Deshalb schloss die Postfiliale dann bereits Mitte Dezember. Als Alternative soll eine elektronische Poststation (sowohl für Pakete als auch Briefe) eingerichtet werden. Hierzu fand bereits eine Besichtigung auf dem Parkplatz Bahnhofstraße statt. Selbst bei unverzüglicher Umsetzung ist die Betriebsaufnahme nicht vor dem Frühjahr 2026 zu erwarten. Parallel dazu haben wir den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post AG direkt angeschrieben und mit Bezug auf die Post-Universaldienstleistungsverordnung darauf hingewiesen, dass das Vorhalten stationärer Einrichtungen in „Gemeinden, die gemäß landesplanerischen Vorgaben zentralörtliche Funktionen haben“ grundsätzlich angezeigt ist. Wir boten dafür an, Räumlichkeiten im Verwaltungszentrum zur Verfügung zu stellen. Unabhängig davon machte die Nachricht sehr schnell die Runde durch die Bürgerschaft und uns erreichten zahlreiche Ideen/Hinweise aus dieser. Für Ihr Mitdenken und Ihr Engagement für Großpostwitz wollen wir danken. Leider blieben alle vorgeschlagenen Ansätze jedoch mangels Umsetzungspartner bisher ohne Erfolg. Sofern es dazu Neuigkeiten gibt, werde ich Sie natürlich informieren.
Ursächlich für diese Entwicklung war, dass die Filiale des Getränkelandes in der Bautzener Straße 1 im Dezember ihren Geschäftsbetrieb einstellte. Wir bedauern auch diese Entwicklung sehr, denn dieses Geschäft war über Jahrzehnte ein Garant für die örtliche Versorgung. Ganz besonders in der Zeit, als wir keinen Discounter im Ort hatten, übernahm es eine Schlüsselfunktion. Vielen Dank für die vielen guten Jahre, insbesondere in denen dann auch die Postfunktion mit übernommen wurde!
Noch im Oktoberamtsblatt schrieb ich: „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir im 3-Kilometer-Umkreis arbeitstäglich alle wesentlichen Waren des täglichen Bedarfes zur Verfügung haben. Auch das Blumenhaus Zwahr eröffnet mit stets kreativen Ideen rund um die Blume und Anlässe verschiedenster Art seit Jahrzehnten ein ganz besonderes Angebot, für das wir dankbar sein dürfen.“
Die Dankbarkeit für alles was wir bisher hatten, höre ich aus vielen Gesprächen, auch über die Gemeindegrenzen hinweg. Dazu kommt nun Bedauern, denn Frau Fischer hat sich aufgrund nachvollziehbarer Gründe, schweren Herzens entschlossen, den Geschäftsbetrieb des Blumenhauses Zwahr zum 31.01.2026 einzustellen. Ich sehe derzeit noch keinen Ansatz, wie diese Lücke kurzfristig zu schließen wäre. Umso mehr will ich ihr und der Geschäftsgründerin, ihrer Mutter Heide Zwahr, Respekt vor ihrer beider Lebensaufgaben zollen und ihrer Kundschaft die vielen glücklichen Momente in Erinnerung rufen, die florale Unikate jahrzehntelang schenkten.
Zum Glück gibt es auch positive Nachrichten:
So hat der Gemeinderat in seiner Dezembersitzung beschlossen, das Gaststättengrundstück Hauptstraße 4 (ehemals La Strada) an die Kroatische Balkanrestaurant Bautzen GmbH zu verkaufen. Ich hoffe sehr, dass es uns in diesem zweiten Anlauf gelingt, Anfang des Jahres die Formalien (Notarvertrag etc.) abzuarbeiten. Laut eingereichtem Konzept der Erwerberin ist im Erdgeschoss der Betrieb eines „Kroatischen Balkanrestaurants“ vorgesehen. Nach Renovierung der Räume und Instandsetzung der technischen Anlagen ist die Eröffnung des Restaurants bis Sommer 2026 geplant. Die im Objekt vorhandenen 4 Wohnungen sollen in einem weiteren Schritt hergerichtet bzw. als Gästezimmer / Ferienwohnungen ausgebaut werden.
Die Errichtung der Tagespflege Siede an der Raschaer Siedlung geht in einem atemberaubenden Tempo vonstatten und die Eröffnung zum Februar 2026 steht im Plan.
Die Bauarbeiten zur Sanierung der Spreebrücke auf der Bahnhofstraße sind erfreulich gut vorangekommen. Der bisher im Bauprogramm nicht vorgesehene Straßenabschnitt zwischen Einfahrt Parkplatz Bahnhofstraße und B 96 konnte ergänzend zum Brückenbau beauftragt werden. Am 17.11.2025 begannen dann die entsprechenden Bauarbeiten, u.a. der Ausbau des Pflasters und der Rückbau der oberen Unterbauschichten. In der kompletten letzten Novemberwoche musste die Baustelle wegen des Dauerfrostes ruhen. Am 01.12.2025 erfolgte der Einbau der Gussasphaltschutzschicht auf der Brücke, am 02. und 03.12.2025 wurden die Straßenunterbauten beidseitig komplett vorbereitet und bis Ende der ersten Dezemberwoche waren die Asphalt- Trag-, Binder- und Deckschichten im gesamten Baubereich hergestellt. Die Fahrbahnübergänge wurden durch eine Spezialfirma am 10.12.2025 hergestellt. Damit hatten wir unser wichtigstes Ziel (Asphalteinbau bis Mitte Dezember) erreicht. Bis kurz vor Weihnachten wurde der Treppenabgang in das Spreetal neu errichtet. Nach dem Aufmaß für das Brückengeländer lief zeitlich parallel die Werkplanung für selbiges. Nun kann (ab Januar) mit der Fertigung begonnen werden. Erst wenn es komplett montiert ist, werden wir die Brücke für den Verkehr freigeben können. Ich hoffe, dass dies im Februar/März möglich ist.
Als positive Nachricht erachte ich auch, dass unsere Freiwillige Feuerwehr – anders als in allen vorangegangenen Jahren – von Heiligabend bis weit nach dem Jahreswechsel nicht zum Einsatz gerufen werden musste. Ich weiß, dass die Kameradinnen und Kameraden jederzeit einsatzbereit waren und freue mich dennoch, dass sie ihre Zeit bei ihren Familien verbringen durften.
Die Ortswehr Großpostwitz-Eulowitz lädt erstmals am 17.01.2026 ab 17.00 Uhr auf den Parkplatz vor der Festhalle Am Storchennest zu einem Weihnachtsbaumverbrennen ein (ausgediente Weihnachtsbäume dürfen ab sofort vor Ort, rechts neben der Rundhalle, abgelegt werden). Sie nimmt damit eine schöne Tradition auf, die in anderen Ortsteilen (z.B. Eulowitz und Ebendörfel) bereits viele Jahre gelebt wird. Für Speis und Trank wird allerorten auch dieses Jahr gut gesorgt sein.
Traditionell ist auch der Besuch der Sternsinger in vielen Häusern unserer Gemeinde. Dieses Jahr stand Bangladesch im Fokus und die Kinder sammelten Spenden unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Unser Verwaltungszentrum besuchten die fröhlichen Sternsinger am 04.01.2026 und ich konnte den Segen der kleinen Könige für unser Haus entgegennehmen. Den können wir gut gebrauchen, um richtige Entscheidungen zu treffen, unsere Arbeit zum Wohle der Bürgerschaft zu verrichten und für den Zusammenhalt der Menschen unserer Heimat zu wirken.
Mit allen guten Nachrichten in den letzten Absätzen sehen wir positiv nach vorn, haben wir Hoffnung, dass uns diese Vorhaben gelingen mögen. Wir haben unsere Segel gesetzt und nun brauchen wir den entsprechenden Wind, um jeweils durchs Ziel zu gehen.
Lassen Sie es uns gemeinsam angehen, das Jahr 2026, mit all seinen Chancen und Herausforderungen!
Nochmals Frieden, Gesundheit, Glück und alles Gute für Sie im neuen Jahr!
Ihr Bürgermeister Markus Michauk