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Bahnhofstraße 2
02692 Großpostwitz
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und den anderen Bundesländern geht es nicht viel besser: Das Durchschnittsalter wird immer höher und es werden jährlich weniger Kinder geboren.
Doch sollten wir dies zunächst einmal sortieren. Es ist sehr positiv einzuordnen, dass die Lebenserwartung steigt. Viele unserer Seniorinnen und Senioren dürfen ein hohes Alter erreichen. Ein Großteil nimmt wirklich lange am gesellschaftlichen Leben teil und gestaltet dieses auch aktiv. Persönlich freue ich mich über jede Begegnung mit Menschen mit reicher Lebenserfahrung. Zuhören ist der Schlüssel für Respekt vor der Lebensleistung und Teilhabe am Erkenntnisvorsprung der lebenserfahreneren Generationen. Wir können dabei sehr viel lernen. Gerade die Menschen höheren Alters mussten sich auf so unterschiedliche Lebensumstände einstellen, dass sie uns zeigen können, wie man Veränderung meistert.
Bedenklich - besser trifft es „bedrohlich“ - ist es einzuordnen, wenn immer weniger Kinder geboren werden. Anfang des Jahres informierte ich den Gemeinderat darüber, dass Großpostwitz zwar im sächsischen Durchschnitt liegt, doch dies konkret bedeutet: Es wurden mit 12 Kindern im Jahre 2025 zu wenige geboren, um z.B. eine komplette Klasse zu füllen. Zuerst hat das für den Kindergarten sehr konkrete Auswirkungen und bedeutet schmerzliche Einschnitte in ein gewachsenes Betreuer-Team, das in gewohnter Größe nicht gehalten werden kann. Welche Entwicklungen es bis zur Grundschule gibt, gilt es abzuwarten.
Das Prinzip Hoffnung wird uns nicht helfen – denn dies ist ein landesweites Thema. Die persönlichen Umstände jeder einzelnen Familie gilt es zu respektieren. Es braucht vor allem Zukunftszuversicht, wenn man sich entscheidet, Kindern Leben zu schenken. Politische Rahmenbedingungen, die Planbarkeit versprechen, wären hierfür wünschenswert. Die materiellen Rahmenbedingungen sind für potentielle Eltern heute überwiegend ungleich besser als für viele Generationen vor ihnen. Nüchtern betrachtet, muss man feststellen, dass seit der Wende viele junge Menschen aus unserer Region abwanderten. Dem folgende, geburtenschwache Jahrgänge waren eine logische Folge. Dies setzt sich nun in der nächsten Generation fort. Einen deutlichen weiteren Einschnitt markierten die Coronajahre. Die damit einhergehende Erfahrung persönlicher Einschränkung der Freiheit und seither anhaltende globale politische Krisen bereiteten einen Boden, der Zukunftsängste zunehmen ließ. Es braucht nun mehr Mut, Eltern werden zu wollen. Wir sollten uns als Gesellschaft viel mehr verdeutlichen, welch großes Glück es bedeutet, Eltern zu sein. Es sollte in der allgemeinen Wahrnehmung selbstverständlich sein, dass dieses Lebensziel sehr erstrebenswert ist. Wir müssen ein Klima schaffen, in dem die Gesellschaft den Mut jedes Einzelnen mehr als bisher honoriert und ihn dabei unterstützt. Und wie in so vielen anderen Angelegenheiten auch, gilt auch hier: nicht Jammern hilft, sondern anfangen. Natürlich sind die Möglichkeiten einer kleinen Gemeinde sehr beschränkt. Aber die Ausgangsbedingungen sind in Großpostwitz mit einer guten Grundversorgung (Kindergarten, Grundschule, Arbeitsmöglichkeiten, Ärzte, Waren des täglichen Bedarfes …), kurzen Wegen im Ort und ausgezeichneter Verkehrsanbindung durchaus passabel. Wir sollten uns dies regelmäßig vergegenwärtigen und können daraus Planbarkeit, ja sogar Zuversicht schöpfen. Wenn dann in den Familien und unter den Menschen Gemeinschaft herrscht, sind wir stark und können mutig sein. Vereinsarbeit, Feuerwehrdienst, Kirche und Feste als Gelegenheiten des Zusammenkommens – all dies haben wir. Lassen Sie uns den potentiellen Eltern bei jeder Gelegenheit die Botschaft vermitteln: in Großpostwitz sind Kinder sehr willkommen!
Möglichkeiten zum Zusammenkommen gab es in den letzten Wochen einige.
Am 11.08.2026 war der Unabhängigen Seniorenclub Großpostwitz e.V. in Ebendörfel zum Grillfest eingeladen. Dieses wird traditionell von den Kameraden der Ortsfeuerwehr Ebendörfel mit viel Liebe unterstützt. Bestes Wetter, zahlreiche angenehme Gespräche, einige Tanzeinlagen mit Mitmachpotential und die ausgelassene Stimmung waren passende Zugaben für einen schönen Nachmittag. Herzlichen Dank für die Organisation.
Am 12.08.2026 richteten die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Rascha sehr routiniert „Großpostwitz trifft sich“ aus. Im Namen der zahlreichen Gäste, die der Einladung bei bestem Feierwetter folgten, sei ihnen hiermit Dank gesagt.
Nachdem am 15.08.2026 unsere Schulanfänger nach der Zuckertütenübergabe mit ihren Familien zünftig feiern konnten, wünschen wir Ihnen für die spannenden Jahre der Schulzeit viel Spaß beim Lernen. Am Montag darauf ging es in die Vollen. Die Schule startete für alle Schüler und wir Erwachsenen spürten auf den Straßen, dass der Alltag uns wieder hatte. Mögen all unsere Schulanfänger eine möglichst schöne und lehrhafte Zeit und alle größeren Schülerinnen und Schülern ein gutes Schuljahr erleben dürfen.
Vom 21.–23.08.2026, lud der SV Oberland e.V. zu den 22. Fußballtagen nach Schirgiswalde ein. Der Sport verbindet die Menschen der Nachbarkommunen Schirgiswalde-Kirschau, Sohland und Großpostwitz von den ganz Kleinen bis zu den Senioren. Viele gute Gespräche am Rande der zahlreichen Fußballspiele zeigten erneut, dass der Schlüssel zur Attraktivität unserer Heimat darin liegt, nicht allein die Wohnortgemeinden, sondern unsere Region, das Bautzener Oberland, zu entwickeln. Weder die Organisatoren noch die Teilnehmer oder Gäste ließen sich durch den Regen scheuen. Vielen Dank an alle fleißigen Ausrichter.
Anlässlich seines 144. Gründungsjahres lud der Männergesangverein Großpostwitz e.V. gemeinsam mit den ehemaligen Akkordeon-Harmonists am 21.08.2026 zu einem Konzert ins Michael-Frentzel-Haus ein. Zahlreiche Besucher lohnten die Organisatoren für ihre Mühen.
Kinder sind bestimmt ganz vorn im Fokus, wenn am 09.09.2026 ab 17.00 Uhr der AWO-Hort der Lessingschule „Großpostwitz trifft sich“ veranstaltet.
Bereits zur 52. Großpostwitzer Kindersachenbörse wird am 19.09.2026 von 10.00-12.00 Uhr in das Michael-Frentzel-Haus eingeladen. Dieses Mal gibt es ein neues Anmeldesystem – auch hier geht man stets mit der Zeit.
Der große Strauß der Veranstaltungen zeigt an mehreren Stellen, dass neben Tradition und Beständigkeit, Kinder in Großpostwitz eine ganz wichtige Rolle spielen. Möge dies lange so bleiben dürfen!
Langsam klopft er an, der Herbst. Die Kraft des Sommers lässt nach und die Natur geht über zu herbstlicher Reife. Bald können die Früchte des Gartens genossen werden und das Laub beginnt sich zu färben.
Ich wünsche Ihnen einen schönen September.
Ihr Bürgermeister Markus Michauk