Aktuelles

Strahlenden Sonnenschein,

strahlend weißen Schnee und strahlende Kinderaugen – all dies verbinden wir zu Recht mit etwas Gutem.

Dass wir auf eine „strahlende Zukunft“ hoffen, kann in einen gänzlich anderen Kontext geraten, wenn wir es mit dem Stichwort „Suche nach einem atomarem Endlager“ in Verbindung bringen.

Nachdem der lange damit scheinbar verknüpfte Ort Gorleben hierfür nicht mehr in Betracht kommt, ist eine neue Phase der Endlagersuche eingeläutet. Und auch Sachsen – konkret der „granitene Grund“ der Oberlausitz – steht im Fokus des Auswahlprozesses.

Worum geht es:

  • Deutschland hat der Energiegewinnung aus Atomkraft abgesagt.
  • Sämtliche Atommeiler sind im Abschaltmodus.
  • Ihre Hinterlassenschaften (strahlungsintensive, abgebrannte, atomare Brennelemente) müssen sicher „endgelagert“ werden.
  • Aufgrund der hierfür errechneten Halbwertzeiten von bis zu 1 Million Jahren soll der Endlagerort ein absolut sicherer sein.
  • Es gilt, die Hinterlassenschaft von derzeit 16 Zwischenlagern in Deutschland an einem Ort zusammenzufassen.
  • Die Einlagerung wird wohl erst ab etwa 2050 beginnen und vielleicht 2075 abgeschlossen werden, doch der Auswahlprozess für den Endlagerstandort läuft. In diesen Prozess soll die Öffentlichkeit einbezogen werden. Gefragt sind dabei nicht nur Politiker. Gefragt sind alle Schichten der Bevölkerung: Jeder kann sich einbringen mit seiner Meinung und ggfls. fachlichen Expertise und mit entscheiden, welcher Weg eingeschlagen wird, welcher Ort ausgewählt wird. Die Entscheidung wird jetzt vorbereitet mit der Fachkonferenz unseres Teilgebietes vom 05. – 07.02.2021. Anmeldeschluss für Sie (und damit ist jeder angesprochen!) als Teilnehmer ist der 29.01.2021.

Näheres finden Sie hier: https://www.endlagersuche-infoplattform.de/webs/Endlagersuche/DE/Fachkonferenz/Module/Termine/Termin_2.html

Bitte nutzen Sie die Chance, für uns, unsere Kinder und Enkel – bringen Sie sich ein! Als Bürgermeister von Großpostwitz sehe ich es als meine Aufgabe, unser gesamtes Lebensumfeld in den Blick zu nehmen und die Zukunft des Ortes nach Kräften vorzubereiten. Hierzu bedarf es vieler Akteure. Bitte teilen Sie deshalb diese Botschaft und unbedingt auch deutlich über unsere Gemeindegrenzen hinweg. Zum Wohl der uns nachfolgenden Generationen danke ich Ihnen hierfür.

Ihr Bürgermeister,
Markus Michauk

Zurück